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Rückblick 2026 - Ein Wort vom Präsidenten

Es ist nicht einfach…nach über 30 Jahren Waldrock immer wieder neue Worte für einen Rückblick zu finden. 
«Es ist nicht einfach…» sagen mittlerweile viele, wenn es ums organisieren eines Festivals geht.

Vieles ist heute nicht mehr einfach, aber wenn ich an die diesjährige Ausgabe zurückdenke, ist es absolut jeden Schweisstropfen wert. Und Schweisstropfen gab es dieses Jahr reichlich ;-).

Die Aufbauarbeiten in der «Cervelat-Woche» verliefen reibungslos…als hätten wir dies nicht zum ersten Mal gemacht… :-) Da wir unsere Cervelats nicht über offenem Feuer bräunen durften (Feuerverbot) wurde kurzerhand ein Gasgrill organisiert (danke Simu) um doch noch bei Wurst & Bier die Abende ausklingen lassen zu können. Wegen der anhaltenden Trockenheit (wir wollen hierüber aber nicht zu fest jammern) war es tatsächlich «nicht ganz einfach». Aber am Freitag um 19.00h (eigentlich schon vorher) waren wir definitiv bereit, die Fete des 30. Waldrock steigen zu lassen…und wie!

Freitag:

Punkt 19.30h startete die erste Band auf der Waldrockbühne. 
Fast wie auf den ersten Paukenschlag füllte sich die Waldrockgrube nach und nach, und noch bevor es dunkel wurde, war diese bereits zum Bersten voll.

RISEN lieferten uns einen Auftakt nach Mass, was die zahlreichen Zuschauer bereits frenetisch abfeierten.
Grossen Dank an «Stubi» und die Jungs.


Weiter ging es mit einem weiteren Highlight: EXCELSIS. Die Emmentaler Drachentöter brachten zwar keinen Drachen mit (logisch, die wurden ja alle schon von ihnen getötet), dafür aber noch mehr Zuschauer! Mit ihrem druckvollen Helvetic Folk Metal begeisterten sie Jung und Alt.

Anschliessend enterten FELSKINN die Bühne. Was als Drum-Fest angekündigt wurde, geht wohl in die Waldrock Geschichte ein. Nicht ein, nicht zwei, auch nicht drei… gerade mal 4 Schlagzeuger gaben sich hinter Andy Portmann die Stöcke in die Hand! Und es waren nicht einfach «irgendwelche» Drummer. Es liest sich wie ein who is who der Rockgeschichte, stammen die Drummer doch aus Bands wie Accept, Krokus, Celtic Frost, Kilmister, Magma Ocean, Graywolf etc.

Eben halt eines 30. Waldrock würdig ;-)


Last but not least betrat um Mitternacht die letzte Band des Abends die Bühne. 
«Was lange währt, wird endlich gut!» nach fast jahrzehntelangen Bemühungen hat es doch noch geklappt!

Die Winterthurer GLORIA VOLT rockten jeden Winkel der Winkelgrube noch einmal richtig durch! Da blieb kein Auge trocken. 

 

Wir sind uns nicht ganz sicher…aber so viele Zuschauer hatten wir an einem Abend wohl noch nie, es wurden über 1000 Eintritte gezählt!
Wahnsinn!

 

 

Samstag:

Leider mussten unsere Freunde von Human Zoo aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen! Hiermit noch einmal unsere Besten Wünsche nach Deutschland. Wir sehen uns aber dafür nächstes Jahr ;.))

Nach etlichen «Verfügbarkeitsprüfungen» verschiedener Bands, wurde mit BRAINHOLZ ein würdiger Ersatz gefunden. 
Kurz die Running Order kurz angepasst… und weiter geht’s!

 

BRAINHOLZ - ein Name, den man sich merken muss! Coole Songs, sympathische Jungs, ein Top Auftakt in den zweiten Waldrock Tag!
Auch heute ist die Grube um diese Zeit schon ordentlich gefüllt…

 

Weiter ging es mit den befreundeten Seeländer von THE MINX. Wer diese Band schon einmal gesehen hat, weiss was einem erwartet. Druckvolle Songs und viel Spielfreude. Ein Auftritt der Spitzenklasse.

 

Mein persönliches Highlight (zwar haben wir eigentlich ja jeweils NUR Highlights) betrat anschliessend die Bühne. 
Gegründet 2006 vom Ausnahmesänger Dave Rox und dem damaligen Keyboarder von Whitesnake (!). 4 Studioalben später lieferten uns WHEELS OF FIRE aus Italien einen Melodic Rock/AOR Auftritt der Sonderklasse.

Melodiöse Gitarren, eingängige Hooklines, wir wurden kurzerhand in die Blütezeit von Bon Jovi, Mötley Crüe & Co. zurückversetzt!
Grazie mille Davide, Stefano, Fabrizio &Co.

 

Wenn es eine Band schafft, um diese Zeit die Zuschauer bei Laune zu halten, resp. sogar noch einen drauf zu setzen, dann ist dies STEPFATHER FRED.
Was für ein fulminanter Abschluss der 30. Waldrock Ausgabe!

Ein unglaubliches, wunderbares, friedliches und umsatzfreudiges Weekend neigte sich langsam dem Ende zu.

 

Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, ein nachhaltiges Festival mit Bezug zur Region zu organisieren.

Wir bauen die Bühne selber - aus Holz. Wir haben einen Waldrock-Bierbrauer im eigenen Dorf (!), einen Gin aus dem Nachbardorf, selbstgemachten Waldgeist, handgemachte Bracelettes, Brot vom Beck und schweizer Fleisch vom Metzger.

Weiter spenden wir ja bekanntermassen alle Einnahmen einem Kinderheim. 
Wieso ich das hier alles aufzähle..?

Um euch allen DANKE zu sagen! Danke, dass ihr alle unsere Philosophie teilt, und uns mit eurem geschätzten Besuch unterstützt! Stellt euch vor, es wäre Waldrock…und niemand geht hin…wäre ja schön blöd!

 

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, meinen Dank an folgende «Waldrocker» zu richten:

  • Meine mit-OK-ler (Top-Team!)

  • All die fleissigen Helfer (ich weiss…Worte können nicht umschreiben, was Ihr immer wieder leistet!)

  • Feld-, Wald- und Wiesenbesitzer (danke für die grosszügige Unterstützung)

  • Ton-& Lichttechniker (super Job, Jungs!)

  • Security & Samariter (Euch braucht es! …zum Glück meistens nicht wirklich ;-))

  • Sponsoren, Lieferanten, Familien & Freunde

 

Wenn ich nun so zurück denke, finde ich es mittlerweile eigentlich ziemlich einfach, «…das wohl gemütlichste Festival der Welt..» zu veranstalten. Dank sehr grossem Engagement von sehr vielen Leuten!

Ausserdem ist es mir eine grosse Freude und eine Ehre, möglichst 30 weitere Waldrock Ausgaben mitorganisieren zu dürfen.

 

So nun denn…see ya 2027 am 31. Waldrock!!!

Howdy, Sacha